Karhorn-Ostgrat Klettersteig - krystallos

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Karhorn-Ostgrat Klettersteig

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Klettersteig -
Karhorn Ostgrat  2416m


 

Klettersteig hin - Klettersteig her, wenn man Einen machen möchte, heißt es mit kleinen Brötchen beginnen und die Aufregung ist natürlich von der ersten Minuten an dabei. So wollte nun auch Lorena  nach langem Schwärmen über so tolle Klettersteige im gesamten Alpenraum ihren Ersten bewältigen.
Ich entschied mich für Ihre erste Tour, an einem gesicherten Steig, den netten Ostgrat am Karhorn zu versuchen. Wir stiegen gemütlich von der Bergstation auf zum Karhornsattel, wo auch gleichzeitig der Einstieg zum Klettervergnügen ist. Hier waren wir nun nur zu viert, schön, jetzt im September ist nicht viel los, und das kommt uns sehr gelegen. Trinken und noch etwas zur Kräftigung essen, dann zogen wir unser Klettersteigset an und los gings hinüber zum Drahtseil. Wir unterhielten uns hier noch etwas über die Vorgehensweise und dann stieg Lorena mit deutlicher Aufregung vor mir ein, so daß ich Sie jederzeit im Blick hatte und zur Hand gehen konnte, sollte es etwas klemmen.
Am Anfang geht alles etwas behäbig und man muss erst den Fluss des steigens finden und wer hätte es gedacht, kaum waren wir um die erste Felsnase herumgeklettert, da zog meine Tochter auch schon das Tempo an. Wir fanden beide einen gleichmäßigen Steigrhythmus und hatten sofort eine mortz Gaudi Stück um Stück höher zu kommen.
Das Wetter war prächtig und die Aussicht rundum prima ...



 

Infos:

Schwierigkeit: B+ , leichter Klstg mit
                        logischer Gratführung,
                        Abstieg über Normalweg
                        (Vorsicht oft Steinschlag)
Länge:             Gehzeit insg. 4 Std.  
                        Klstg alleine ca. 2 Std.
Ausgangsort:  Steffisalpbahn bei Warth

 



... nur hin und wieder kam eine kalte Windböhe auf, die uns frösteln ließ. Stück um Stück gewannen wir an Höhe, hier ein schöner Grat, dort ein nettes queren in einer kurzen Wandstelle. Mit einer unübersehlichen Leichtigkeit meisterte Lorena jede Stelle, auch wenn sie etwas anspruchsvoller war, da es doch der erste Klettersteig in Ihrem Leben war. Weder die Höhe, noch das immer wieder richtige Verhalten mit den Karabinern war eine echte Herrausforderung und somit konnten wir beide unserem Spaß freien Lauf lassen, ohne jedoch übermütig zu werden um damit wiederum in Gefahr zu gelangen - denn Übermut tut selten gut! Ehe wir uns versahen ahnten wir schon, dass wir in Gipfelnähe waren.
Dann, eigentlich zu schnell, waren wir am Gipfel und die Freude am Bergsteigen war emens, so daß wir gerne noch weiter "geklettert" wären. Wir machten etwas Rast, sahen uns die Bergwelt von oben an und stiegen entschlossen und behutsam den Normalweg auf der Südseite des Berges ab. Dies ist hier mehr denn je erforderlich da es ein steiles Schrofengelände ohne Sicherungen ist. Auf logischer Linienführung geht es am Grat abwärts, bis man einfacheres Terrain erreicht, um nach Osten zurück zum Sattel zu queren. Die größte Gefahr in diesem Abschnitt geht von anderen Bergkamerden aus, wenn sie (unabsichtlich) Steinschlag auslösen, der manchmal auf "leisen Sohlen" kommt, (durch das Grasgelände somit meist ohne Geräusche!), und nur sehr spät bemerkt wird.
Scheller als geahnt waren wir am Ausgangspunkt der Berstation der Steffisalpbahn zurück und schwebten mit ihr ins Tal hinab, wo uns zwei Cup Dänmark erwarteten.
Zurück durch den Bregenzer Wald erreichten wir unser Zuhause im Allgäu und planen auch schon einen anderen Steig gemeisam zu begehen.
Somit war die erste Angst vorm steilen Klettersteig gut gemeistert und Lorena konnte Ihre Grenzen des Bergsteigens versetzen und weiter an Erfahrung gewinnen.
Mal sehen was noch so auf uns wartet...

 

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Blick vom Karhorngipfel in die Lechtaler Alpen

 
 
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