Strahlersaison 2012 - krystallos

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Strahlersaison 2012

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Strahlersaison 2012

Anbei findet ihr wieder einige Berichte von mir, über mein Strahlerjahr 2012.

 

Sehr zu meiner eigenen Überraschung konnte ich schon Ende Januar meinen ersten kleinen Strahlernachmittag verzeichnen. Der Schnee lässt in diesem Jahr bei uns im Allgäu sehr zu wünschen übrig. Diese Tatasche ermöglichte es mir jedoch mit meinem Strahlerfreund Andi L. zum Kurztripp aufzubrechen. Wir suchten den Steinbruch Rohmberg in Dornbirn auf und wollten uns dort mal kurz nach den Pyritkugeln umsehen. Seit vielen Jahren war ich nicht mehr hierher gekommen und so freute ich mich auf diesen Nachmittag.
Die fündigen Zonen suchten wir umgehend auf und waren nicht weniger überrascht einige "Sonnen" zu finden. Minuten später entdeckte ich die erste ganze Pyritkugel was uns weiteren Auftrieb verlieh. Andi überließ ich unsere erste gefundene "Sonne", die fest in einem größeren Block saß. Er arbeitete sich vorsichtig vor und rief nur: " Ja, da ist ja noch Eine ganze im Fels". Es vergingen keine 30 Sekunden, da grinste er vor sich hin und rief: " ... noch eine Kugel - gleich daneben!!". Ich schaute vorbei und es entpuppte sich gar eine dritte Kugel im Block. Mit Umsicht bargen wir unter Dauergrinsen diese schöne Stufe. Andi war außer sich vor Glück!!!
Wir stöberten noch eine weitere Stunde im Schutt und konnten insgesamt ca. 5 ganze "Kugeln" und 5 nette "Sonnen" finden. Somit ging unser erster Strahlernachmittag in diesem Jahr glücklich zu Ende.






 

Fossiliensuchen im Steinbruch Kromer. Ein schöner und erlebnisreicher Tag mit ausgiebiegen Funden. Wenn bei uns im Alpenraum noch viel Schnee liegt und es fast unmöglich ist dort zu strahlen, so besuche ich doch gerne mal diesen Steinbruch um nach Fossilien zu suchen. Meine Kinder sind immer gleich hellauf begeistert und mit von der Partie. Lorena fand diesmal wieder tolle Platten!
















 

Im April diesen Jahres war ich zwei Mal im benachbarten Bregenzer Wald zur Kristallsuche unterwegs, wobei ich mit minimalem Erfolg wieder zu Hause ankam. Bei meinem zweiten Gang muss ich gestehen, verlor ich auch meine innere Balance und war an jenem Tag von Beginn an unzufrieden mit mir selbst - da konnte einfach nix daraus werden, geschweige denn etwas ordentliches gefunden werden. Aber gelegentlich gibt es halt auch solche Tage!
Dann am 29.04. sollte etwas passieren was den ganzen Sommer beeinflussen würde. An diesem wunderbaren sonnigen Tag verletzte ich mich bei einer relativ geringen Belastung so schwer, das ich umgehend operiert werden musste. Aus dem Nichts heraus hatte ich das schmerzhafte Gefühl mir würde jemand mit voller Wucht eine Eisenstange in die Hacken schlagen. Dazu ein lauter Knall und vor Schmerzen viel ich sofort zu Boden. Ich schaute mich um, sah nichts und niemanden, langte schnell an meine Achillissehne und schlagartig wurde mir klar das ich einen Achillissehnenriss hatte!
Am nächsten Tag wurde dieser sofort operiert und mir die Hiobsbotschaft verkündet, das ich je nach Genesung 4-6 Monate ausfallen würde. Rums !!! Das sahs.
Nun heißt es Pausieren, Geduld haben, und dann wieder laufen lernen und Schritt für Schritt die Belastung steigern. Am meisten belastet mich in dieser Situation das ich meiner ganzen Familie zur Last falle. In den ersten 6-8 Wochen darf ich den Fuss überhaupt nicht belasten und nur mit Krücken gehen. Nichts kann ich tragen - keinen Teller, keine Tasse, nichts wegräumen, keinen Rasen mähen, geschweigeden Auto fahren.
Somit betrifft diese Verletzung nicht nur mich persönlich sondern die ganze Familie, und das kann zur echten Herausvorderung werden.
Dieser Sommer wird somit gravierend anders werden -  wie, werde ich vielleicht in einem späteren Bericht niederschreiben.





 

Nun sind fast 6 Wochen seit meinem Unfall her und so langsam geht es mir auf den Keks, nur herumzusitzen und Bücher zu lesen. An schönen Tagen hängen meine Gedanken ganz unwillkürlich in den Bergen und an den Mineralien die dort gefunden werden können. Da ich mit diesem Spezialschuh fast nichts tun kann, ist meine Situation ganz schon Nervenaufreibend. Die Herausforderungen liegen momentan nicht im ertragen von Schmerzen, sondern in dem Bewusstsein, nichts tun zu können. In diesem Fall arbeite ich an mir selbst und denke an die possitiven und angenehmen Dinge des Lebens.
Jedoch ist das manchmal nicht so einfach wie alle immer meinen, und die vielen nicht durchdachten Komentare einiger Mitmenschen gehen mir derart auf die E..., daß ich mich oft frage warum die nur so "dünnes" Zeug labbern.  Aber wie es schon heißt: "Wer den Schaden hat - braucht für den Spott nicht sorgen".

Euch allen, die Ihr zum Strahlen gehen könnt, viel Freude und schäzt es das ihr laufen könnt !!!   ;o))







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Anfang Ausust besuchte ich die tolle Mineralienbörse in Disentis und führte sehr nette Gespräche mit den Kristallsuchern. Schöne Kristalle waren zu sehen und zu erwerben.  Kompliment an die Aussteller !!!
Da ich bis mitte August selbst nicht strahlen konnte, gönnte ich mir dieses Jahr das ein oder andere nette Stück um mich daran zu erfreuen. Im August trainierte ich meinen Fuss wieder an wegloses gerölliges Gelände und versuchte mich beim Pyritsuchen in Dornbirn-Hohenems. Meine Tochter Lorena war sofort begeistert mit dabei und uns gelang doch ein netter Fund. Vier Pyritkugeln und drei Pyritsonnen durften wir mit nach Haus nehmen, dazu ein Fuss der Angeschwollen war und überaus schmerzte. Aber wer nicht an seine Grenzen geht, kann diese auch nicht verschieben, dachte ich mir. Regelmässig radelte ich zuhause durch die Gegend immer bedacht mehr Kraft im Fuss zu erlangen, was leztenendes auch gelang.
Anfang September traff ich mich mit Johannes M. in Graubünden und wir entschlossen uns ins hintere Valsertal zu fahren um dort eine leichte Wanderung zu unternehmen und etwas zu fotografieren. Das Wetter spielte perfekt mit! (siehe Bilder)
Wir unterhielten uns wunderbar und planten natürlich auch schon wieder die ein oder andere Unternehmung die wir machen wollen, sobald es mein Fuss wieder zuliese. Ein erholsamer Tag ging zu Ende und schöne Erinnerungen bleiben uns im Gedächtniss und auf dem Papier zurück...






 

Nachdem der diesjährige Sommer für mich ales andere als leicht war ( Durfte vier mal den OP-Tisch besuchen), erlebte ich einen schönen und ganz entspannten Spätsommer bis hinein in den Herbst. Der milde und sonnige Oktober machte es mir möglich noch drei mal beim strahlen in Graubünden unterwegs zu sein.
Ich erweiterte meine Strahlerregionen und konnte neue Gebiete kennen lernen und absuchen. Hierbei fand ich den ein oder anderen netten Stein und an zwei Tagen drückte der Rucksack im Abstieg mächtig in die Knie! Das strahlen genoss ich auf sehr ausgiebige Weise und war richtig froh wieder in den Bergen herumsteigen zu können. Nach einer für mich so langen Zwangspause, waren das wunderbare Augenblicke, die ich überaus mit Wertschätzung empfand !!!
Als mich Fabian Sch. begleitete war es für mich wieder sehr schön zu sehen, wie sich ein naturverbundener Mensch freuen kann, wenn es ihm gelingt seine erste selbstgefundene Kluft zu öffnen und jene Kristalle mit nach Hause zu nehemen. Diese Momente erfreuen mich in meinem Leben sehr, da ich etwas weiter geben kann, was mich selbst sehr fasziniert und viel Freude bereitet !
Wenn es das Leben gut mit einem meint, und man viele Dinge erreicht hat, bin ich sehr dankbar dafür und kann diese Dankbarkeit unter anderem auf eine Weise zum Ausdruck bringen, daß ich Menschen die Möglichkeit gebe selbst solche magischen Momente zu erleben und Kristalle selbst zu entdecken.
Zum Abschluss meiner Berichte von diesem Jahr 2012 fällt mir noch ein schöner weiser Spruch ein, um das Leben so anzunehemen wie es ist, und damit auch nicht zu hadern was einem widerfährt:


Liebe zum Leben
Man muss das Leben lieben, um es zu leben -
und man muss das Leben leben, um es zu lieben.



In diesem Sinne auf eines schönes Jahr 2012





 

Bilder & Texte:  Robert Linhart  Jahr 2012




 
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